Der Stadtstaat Bremen

Als Hauptstadt des Bundeslandes und Zwei-Städte-Staates "Freie Hansestadt Bremen" ist die Stadtgemeinde mit ihren 551.767 Einwohnern (Stand: 31.12.2014) die zehntgrößte Stadt Deutschlands. Sie liegt zu beiden Seiten der Weser, ca. 60 Kilometer bevor diese bei Bremerhaven in die Nordsee mündet. Die nahezu ganz vom Bundesland Niedersachsen umschlossene Stadt mit ihrer Exklave, dem Überseehafengebiet Bremerhaven (innerhalb Bremerhaven liegend), ist in fünf Stadtbezirke eingeteilt. Die einzelnen Stadt- bzw. Ortsteile werden von insgesamt 17 Ortsämtern verwaltet.

Leben in Bremen

In einer Großstadt wie Bremen leben die unterschiedlichsten Menschen miteinander. Es sind junge und alte Menschen, Zugezogene und Alteingesessene, Studierende, Berufstätige und Familien mit Kindern. Als eine der größten Städte Deutschlands in der Metropolregion Bremen/Oldenburg kann sie ihren Bewohnern hohe Mobilität bieten - denn kurze Wege sind attraktiv für jedermann. Das gut ausgebaute Netz der Straßenbahnen ist von den Bremer Bürgern geschätzt und auch die Busse sorgen für unkomplizierte Fahrtwege. Viele schätzen überdies das Fahrrad als Fortbewegungsmittel zur täglichen Arbeit, denn damit lässt es sich in Bremen problemlos von A nach B kommen. In der Freizeit kann auf kilometerlangen Radwegen die Umgebung erschlossen und genossen werden.

Freizeitgestaltung in Bremen

In Bremen lässt es sich gut leben. Die Hansestadt bietet viel „Grün“, Kultur, internationales Flair und Lebensqualität in 23 Stadt- und 89 Ortsteilen. Mit mehr als 2.800 Hektar Grünfläche findet sich parallel zum großstädtischen Treiben genug Raum für Erholung und Freizeit in der Natur. Mehrere kleinere und größere Parks sowie Badeseen und Deiche entlang der umliegenden Flüsse prägen die natürliche Seite der Hafenstadt. Insgesamt 18 Naturschutzgebiete kann die Stadt verzeichnen, welche etwa 6,7 % der Stadtfläche ausmachen. Als größtes darunter sind die hauptsächlich nördlich der Weser gelegenen Borgfelder Wümmewiesen zu nennen, die mit ihrem Feucht- und Nassgrünland einen Lebensraum für unzählige besondere Tier- und Pflanzenarten darstellen. Diese zu entdecken und naturbelassenes Territorium, wie beispielsweise „Ertrunkene Wege“ im Winter (überflutete Wümmewiesen) oder Spuren im Schnee zu erkunden, sorgt für viel Spaß mit Lernfaktor bei Groß und Klein. Nicht selten, wenn die überfluteten Wümmewiesen gefrieren, lässt es sich dort auch herrlich Schlittschuhlaufen. Aber auch zu anderen Jahreszeiten ist die Natur Bremens für Erholungssuchende und Familien mit Kinder anziehend und lädt zur vielseitigen Freizeitgestaltung ein. Im Alltag ist für Kinder oft der nächste Spielplatz die Gelegenheit, sich in der frischen Luft körperlich und spielerisch zu betätigen und auszutoben. Die Kommune verfügt deshalb über zahlreiche Spielplätze im gesamten Stadtgebiet. Eine besondere Einrichtung sind die sogenannten Abenteuer- und Bauspielplätze. Bei den meisten dieser Spielplätze findet sich sogar pädagogisches Betreuungspersonal, das neben verschiedenen Aktivitäten, die für Kinder angeboten werden - Backen, Basteln, Lagerfeuer und mehr - auch den Eltern beratend zur Seite steht. Weitere Freizeittipps und Informationen zu Unternehmungen mit den Kleinen, z.B. der Besuch eines Kinderbauernhofs oder kulturellen und anderen Aktivitäten, finden Sie online im „Kinderkalender“ für Bremen oder auf der stadteigenen Homepage.

Betreuungsangebot im Stadtstaat Bremen

Bei allen Angeboten und Möglichkeiten zur Freizeit- und Alltagsgestaltung mit Kindern ist es trotzdem nicht immer einfach, Kindererziehung und Beruf unter einen „Hut“ zu bekommen. Manche Mütter möchten schon bald nach der Geburt wieder arbeiten, anderen haben nicht die Wahl; und so ergibt sich mit einem Wiedereinstieg in den Beruf nicht selten ein Spagat zwischen Familie und Beruf. Um Familien in dieser Hinsicht zu unterstützen besteht die Aufgabe seitens der Kommune darin, Betreuungsplätze für Kinder zu schaffen und somit ein ausreichendes Kinderbetreuungsangebot zu bieten. 28,2 % der Bremer Kinder unter 3 Jahren befinden sich in Kinderbetreuung. Mit dieser Betreuungsquote liegt die Stadt Bremen über der Quote von Essen (23,9 %), der nächstgrößeren unter den zehn größten deutschen Städten. Nichtsdestotrotz ist Bremen gewillt, das bestehende Kinderbetreuungsangebot auszubauen.

Wie allgemein in Deutschland, so ist auch die Geburtenrate in Bremen derzeit wachsend. Im Jahr 2013 bis zum Jahr 2014 stieg die Zahl an Geburten in Deutschland um fast 33.000 an; Tendenz steigend. In Folge dessen ist ein wachsender Bedarf an Kitaplätzen für die Kleinsten 0 bis 3-jährigen, aber auch für die Altersgruppe der 3 bis 6-jährigen zu erwarten. Für die kommenden Jahre bis 2019/20 hat sich Bremen - laut Senatorin Stahmann -  zum Ziel gesetzt, insgesamt rund 2.100 Kinderbetreuungsplätze zu schaffen. In allen Stadtteilen soll so das Recht auf Kindertagesbetreuung gesichert werden. (Quelle: Pressemitteilung 28.04.2015; Pressestelle des Senats, Freie Hansestadt Bremen)

Die Stadtgemeinde Bremen verfügt über ein breitgefächertes Angebot an verschiedenen Kindertageseinrichtungen. Die größte Trägerschaft bildet die Kommune selbst mit dem Eigenbetrieb „KiTa Bremen“. Rund 8.000 Kinder werden in 69 Kitas und 11 Spielhäusern pädagogisch betreut, erfahren Bildung und werden in ihrer persönlichen Entwicklung gefördert. Unter anderem liegt der Trägerschaft die gesunde Ernährung der Kita-Kinder sehr am Herzen und wird durch das Zubereiten der Speisen in kitaeigenen Küchen in nahezu allen Kitas unterstützt. Unterdessen findet eine enge Kooperation mit dem Leibnitz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie statt. Eine Vielzahl freier und privater Träger mit unterschiedlichen Konzeptionen führt zu einer bunten Kitalandschaft. Der „Rahmenplan für Bildung und Erziehung im Elementarbereich“ des Senats für Arbeit, Frauen, Gesundheit, Jugend und Soziales legt allen Trägerschaften und Einrichtungen einen gemeinsamen und konkretisierten Erziehungs- und Bildungsauftrag zugrunde, welcher jedoch keinesfalls die Vielfalt an Trägern und Konzepten schmälern soll. Seine Umsetzung kann mit unterschiedlichen pädagogischen und organisatorischen Ansätzen der jeweiligen Einrichtung und deren Träger erfolgen.

Kinderbetreuung der 0 bis 3-jährigen

Seit dem 1. August 2013 hat jedes deutsche Kind mit Vollendung des ersten Lebensjahres, das Recht auf frühkindliche Förderung in einer Kindertageseinrichtung oder in einer Kindertagespflege.

Für Bremer Kinder dieser Altersgruppe definiert die Stadtgemeinde folgende Ziele: In jedem Stadtteil soll bis zum Kita-Jahr 2019/20 die derzeitige Versorgungsquote von 46% auf mindestens 50% angehoben werden. 967 neue Kitaplätze für 0 bis 3-jährige Kleinkinder werden bis dahin angestrebt (Quelle: Planungskonferenz II zum KTJ 2015/16; Ausbaukonzept bis zum KTJ 2019/20). Aktuell konnte für jedes Bremer Kind unter 3 Jahren ein Kitaplatz für das Kita Jahr 2015/2016 geboten werden, teilte die Senatorin Claudia Bogedan in der Pressemitteilung vom 02.09.2015 mit, und fügt hinzu, dass auch für Einzelfälle Lösungen zu finden sein.

Kinderbetreuung der 3 bis 6-jährigen

Jedes Kind ab dem vollendeten dritten Lebensjahr bis zum Schuleintritt hat seit 1996 den rechtlichen Anspruch auf einen Betreuungsplatz in einem Kindergarten. Die aktuelle Versorgungsquote liegt bei  94 %. Eine Versorgungsquote von 98 % für alle Bremer Kinder im Alter von 3 bis 6 Jahren soll in allen Stadtteilen bis zum Kita Jahr 2019/20 erreicht werden. Angestrebt werden 1.497 neue Kitaplätze für Kinder dieser Altersgruppe (Quelle: Planungskonferenz II zum KTJ 2015/16; Ausbaukonzept bis zum KTJ 2019/20)

Mittlere Betreuungskosten pro Jahr/Euro je Kitaplatz in "Bremen"

Familienstruktur und Haushaltseinkommen in "Bremen"€/Jahr/1. Kind€/Jahr/2. Kind€/beide Kinder
Hohes Haushaltseinkommen, 1 Kind (80 T€/J)1752€
Hohes Haushaltseinkommen, 2 Kinder (80 T€/J)1226€1226€2453€
Mittleres Haushaltseinkommen, 1 Kind (45 T€/J)1752€
Mittleres Haushaltseinkommen, 2 Kinder (45 T€/J)1084€1084€2167€
Quelle: IW Consult 2010

Betreuungs­einrichtungen in anderen Städten in Bremen

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