Bevölkerungsentwicklung in Aachen

Die kreisfreie Stadt Aachen gehört zum Regierungsbezirk Köln. Sie gehört mit 245.885 Einwohnern Stand Ende 2015 mit Platz 30 gerade noch zu den 30 größten Städten in Deutschlands. Als Großstadt durfte Aachen sich erstmals 1890 bezeichnen, als diese die Grenze von 100.000 überschritt. Geschichtlichen Ruhm erfuhr Aachen als königliche Hauptresidenz des „Karl dem Großen“. Heute ist es die Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule (RWTH), die Aachen über die Landesgrenzen hinaus bekannt gemacht hat. Wie fast alle Städte in NRW war auch Aachen von den Zerstörungen des 2. Weltkriegs besonders stark betroffen und musste gar 1944 zwangsevakuiert werden. Lag die Bevölkerung 1938 noch bei 162.600 Einwohnern, zählte Aachen 1945 nur noch wenig über 100.000 Bürger. Im Zuge des Wiederaufbaus nahm die Bevölkerung schnell wieder zu und erreichte im Dezember 1971 bereits 176.626 Einwohner. Durch eine Gebietsreform, die mehrere Eingemeindungen des Umlands vorsah erhöhte sich die Einwohnerzahl 1972 um rund 63.000 Personen. Zwischen 1972 und 2002 blieb die Einwohnerzahl fast konstant und pendelte sich in einem Bereich zwischen 240.000 und 247.000 Einwohner ein. Mit der Einführung einer Zweitwohnsteuer in 2003 machten viele Studenten Ihren Zweitwohnsitz zum Hauptwohnsitz. Dies führte zu einem weiteren Anstieg der Einwohner um etwa 9.000 Personen (alle Daten bis dahin aus Wikipedia). Bis zum Jahr 2007 pendelte sich die Einwohnerzahl bei etwa 250.000 Einwohnern ein. In den Folgejahren kam es dann wie in vielen anderen Städten auch zu einem Rückgang bei den Einwohnern, der erst 2010 wieder gestoppt werden konnte. Auf einem Niveau von etwa 245.000 Einwohnern in 2010 hat sich die Zahl bis Ende 2016 auf 254782 wieder erholen können (Statistik der Stadt Aachen zum Download). Eine positive Entwicklung ist auch bei den Kleinkindern zu erkennen. So stieg die Zahl der 0 bis 2-Jährigen von 5.851 in 2010 auf 6.033 in 2014 und erreichte mit 6.129 seit 2010 ihren vorläufigen Höhepunkt. Auch die Zahl der Neugeborenen stieg zwischen 2010 und 2015 von 2.042 auf 2.223, was einem Anstieg von etwa 9% entspricht. Allerdings stehen den 2.223 Geburten 2.409 Todesfälle gegenüber. D.h., dass ein Wachstum der Stadt aus eigener Kraft nicht möglich ist sondern primär durch Zuwanderung erfolgen muss. Auch die Prognosen gehen von einer tendenziell rückläufigen Entwicklung der Bevölkerungszahlen aus. So prognostiziert die Bertelsmann Stiftung im „Wegweiser Kommune“, dass die Einwohnerzahl bis 2030 in Aachen kontinuierlich auf 231.310 fallen wird. Es ist allerdings zu beachten, dass bei der Erstellung der Prognose die Sondereffekte durch den starken Zustrom an Flüchtlingen noch keine Berücksichtigung finden konnten.

 

Betreuungsquote bei den 0-2-Jährigen

Zwischen 2008 und 2013 hat Aachen die Betreuungsquote von 22 auf 37% erhöhen können. Damit ist die Forderung des Bundes eine Quote von 35% vorzuweisen erfüllt. Um diese zu erreichen hat die Stadt Aachen zwischen 2009 und 2012 über 9 Millionen Euro in den Ausbau des Betreuungsangebots gesteckt. Dennoch ist der tatsächliche Bedarf weitaus höher, weshalb die Stadt das Angebot kontinuierlich ausbauen wird.

Als langfristiges Ziel strebt die Stadt eine Betreuungsquote von 50% an.

 

Betreuungsquote bei den 3-6-Jährigen

Die Betreuungsquote bei den 3-6-Jährigen lag in Aachen Stand März 2013 bei 95,5% und damit 0,9 Prozentpunkte höher als 2012. Zwei Jahre Später wurden bereits 5.306 Kinder zwischen 3- und 6 Jahren in einer öffentlich geförderten Tagespflege oder Kita betreut, was einer Quote von 100,6% entsprach (Stadtregion Aachen 97%).

Mittlere Betreuungskosten pro Jahr/Euro je Kitaplatz in "Aachen"

Familienstruktur und Haushaltseinkommen in "Aachen"€/Jahr/1. Kind€/Jahr/2. Kind€/beide Kinder
Hohes Haushaltseinkommen, 1 Kind (80 T€/J)1608€
Hohes Haushaltseinkommen, 2 Kinder (80 T€/J)1608€402€2010€
Mittleres Haushaltseinkommen, 1 Kind (45 T€/J)768€
Mittleres Haushaltseinkommen, 2 Kinder (45 T€/J)768€192€960€
Quelle: IW Consult 2010

Betreuungs­einrichtungen in anderen Städten in Nordrhein-Westfalen

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