Sachspenden-Fundraising

Thomas Max Müller / pixelio.de

Definition und steuerrechtliche Betrachtung

Beim Sachspenden-Fundraising übergibt der Spender einer gemeinnützigen Organisation eine Spende in Form eines Produktes, wie bspw. einen Laptop, eine Schaukel oder ein Satz Malstifte. Da es sich um eine Spende handelt erfolgt dies ohne Gegenleistung (ansonsten spräche man hier von einem Sachspenden-Sponsoring). Wie alle Spenden kann auch der Wert einer Sachspende (falls neu) bis zur Höhe von 20% der Gesamteinkünfte von der Steuer abgesetzt werden. Sollte es sich um gebrauchte Waren handeln hat der Spender das Recht, den Wert des Produktes zu schätzen. Inwieweit diese Anwendung wirklich praktikabel ist und von den Finanzämtern auch anerkannt wird entzieht sich leider der Kenntnis des Autors.

Generell gilt für Spenden, dass sie die Bedingungen der Gemeinnützigkeit erfüllen müssen und ausschließlich dem ideellen Zweck des Trägers dienen. Leistungen, die dem wirtschaftlichen Betrieb der Institution dienen, werden nicht vom Finanzamt anerkannt.

 

Attraktivität des Sachspenden-Fundraisings

Sachspenden haben gegenüber Geldspenden den großen Vorteil, dass die Spendenbereitschaft ungleich höher ist. Sachspenden erfüllen aber auch den ökologischen Anspruch, Produkte nach ihrem Gebrauch einer Zweitverwendung zukommen zu lassen. Insofern trifft das Sachspenden-Fundraising auch den Nerv der Zeit.

 

Internetportale für Sachspenden-Fundraising

In den letzten 5 Jahren haben sich, nicht zuletzt durch die große Anzahl syrischer und afrikanischer Flüchtlinge, einige regional und bundesweit agierende Portale entwickelt, die sich mit der Vermittlung von Sachspenden befassen. Einige der größeren Portale sind nachstehend aufgeführt:

www.bedarfsliste.de

https://ankommen.eu/de

https://ichhelfe.jetzt/

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