SWOT-Analyse als Basis einer Fundraisingstrategie

Einleitung SWOT-Analyse

Ist die Entscheidung getroffen, Fundraising als Finanzierungsinstrumentarium in der Kita zuzulassen, sollte man sich als Kita-Leitung zunächst ein detailliertes Bild über den Ist-Zustand der eigenen Kita verschaffen. Fragen, die sich eine Kita in diesem Zusammenhang zu stellen hat sind bspw.:

  • Welche aktuellen Probleme hat unsere Kita?
  • In welchen neuen pädagogischen Bereichen möchte sich unsere Kita zukünftig positionieren?
  • Kennen wir unseren Wettbewerb und wo sind unsere Stärken und Schwächen?
  • Welche Chancen ergeben sich durch neue rechtliche und politische Rahmenbedingungen?
  • Welche Risiken ergeben sich durch die zunehmende Dominanz mobiler Endgeräte?
  • Gibt es gesellschaftspolitische Trends denen wir uns stellen müssen?
  • Gibt es lokale Besonderheiten wie bspw. neue Betriebsstätten in direkter Nachbarschaft von denen wir profitieren können?
  • Auf welche externen, nicht beeinflussbaren Faktoren wie bspw. Mittelkürzung müssen wir vorbereitet sein?

Definition der SWOT-Analyse

Wie man sehr schnell erkennt sind die Fragen zur Bewertung des eigenen Ist-Zustands sehr umfassend. Ein Tool, welches die Analyse strukturiert und damit vereinfacht ist die SWOT-Analyse.

Ist das pädagogische Leitbild und die DNA der Kita definiert, erlaubt die SWOT-Analyse eine systematische und zielorientierte Auseinandersetzung mit den eigenen Stärken und Schwächen unter Einbeziehung der aktuellen und zukünftigen gesellschaftspolitischen und rechtlichen Rahmenbedingungen.

Das Akronym SWOT steht dabei für:

S = (Strength) = STÄRKE

W = (Weakness) = SCHWÄCHE

O = (Opportunity) = CHANCE

T = (Thread) = RISIKO

 

Interne Faktoren der SWOT-Analyse

Schwächen und Stärken beschreiben dabei sogenannte interne Faktoren, die durch das Team beeinflussbar sind. Typische Interne Faktoren sind:

  • Geringe fachliche Kompetenz
  • Schlechter Zustand des Spielzeugs
  • Geringe Kommunikation mit den Eltern
  • Hoher Krankheitsstand bei den Mitarbeitern
  • Hohe Unfallrate bei den Kindern
  • Aktive Elternschaft
  • Geringes Spendenaufkommen
  • Geringe Flexibilität bei den Öffnungszeiten
  • Hohe Mitarbeiterunzufriedenheit
  • Geringe Elternbeteiligung bei Events


Externe Faktoren der SWOT-Analyse

Zu den externen Faktoren gehören die Chancen und Risiken. Diese lassen sich wesentlich schwerer fassen als interne Faktoren, da sich deren Einflüsse auf das Umfeld der Kita nur schwer ableiten lassen. Die Autoren Buchner und Weller definieren die externen Faktoren als "alle wirtschaftlichen, rechtlichen und sozialen, technologischen oder ökologischen Rahmenbedingungen, die in irgendeiner Weise Auswirkungen auf die Arbeit ihrer Kita haben können" (Buchner und Weller, 2011, Erfolgreiches Fundraising für Kitas). Typische externe Faktoren sind:

  • Zunehmende Knappheit der Haushaltmittel
  • Flexibilisierung der Arbeitszeiten
  • Zunehmende Digitalisierung
  • Verarmung der Gesellschaft
  • Tendenz zu Betriebskindergärten
  • Homosexualität
  • Glaubensverlust bei der katholischen und evangelischen Kirche
  • Zunehmende Stoffwechselkrankheiten bei den Kindern
  • Steigende Zahl allergisch reagierender Kinder
  • Fettleibigkeit

Stellt man nun die Stärken und Schwächen den Chancen und Risiken gegenüber, wird sehr schnell deutlich, welche Handlungsempfehlungen sich für die zukünftige Positionierung der Kita ergeben. Die Ergebnisse der SWOT Analyse sollten dabei im Kita-Team aber auch zusammen mit den Elternvertretern diskutiert werden.

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