Männliche Erzieher

Allgemeines über männliche Erzieher

Kindergärten, Kitas, Krippen und Horte tragen gesellschaftspolitisch eine hohe Verantwortung und stehen seit Jahren auch in der Presse. Der Beruf des Erziehers ringt um Anerkennung, auch wenn heute einem jeden klar ist, dass dieser Auftrag zu einem der wichtigsten für die Gesellschaft gehört. Die aktuelle Aufwertung erlebte einen Höhepunkt mit dem Kinderfördergesetz, das den Ausbau weiterer Betreuungsplätze bis zum Jahre 2013 vorsah. Wir erleben eine Zeit, in der weitere Tabus gebrochen werden. Nach eine Welle der vergangenen 30 Jahren, in der die Frauen im Fokus standen eine Gleichberechtigung zu erfahren, melden sich nun auch die Männer und Jungen zu Wort, die einen Beruf ausführen wollen, der bislang eindeutig den Frauen unterlag. Aktuelle Zahlen sprechen von einem über 97 prozentigen Anteil an Frauen im Beruf des Erziehers/in. Ein Schritt, der nur zu sehr zu begrüßen ist. Durchlebt unsere Generation doch einen Männlichkeitswandel, der kein Ende zu nehmen scheint. Wo steht die männliche Kraft in unserer Gesellschaft? Welchen Stellenwert hat diese und welches Maß ist anzusetzen? Man darf gut und gerne davon sprechen, dass eine Nation darum ringt, die neue Generation "Mann" zu formen. So stellt sich die Frage, warum dann der Anteil an männlichen Erziehern so gering ist?

 

Warum gibt es so wenige männliche Erzieher in Kitas?

Die Gründe sind durchaus leicht gefunden. Blicken wir nur 20 oder 30 Jahre zurück, so sehen wir einen Begriff für diesen Beruf, der ihm nicht gerecht wurde. Kindergärtner oder Kindergärtnerin. Gesellschaftlich wurde dieser Beruf auch durch diesen Begriff nicht gerade gewürdigt. So ging man salopp davon aus, dass man im Kindergarten halt mit den Kindern spielt und diese beschäftigt. Auch aufgrund dieser Geringschätzung war und ist auch der Verdienst im Verhältnis zur Ausbildung und Tätigkeit noch immer sehr gering. Dieses geringwertige Ansehen in der Gesellschaft gepaart mit einer geringen Entlohnung stellte damals wie heute vor allem Männer vor eine einfache Entscheidung diesen Beruf für sich auszuklammern. Auch die gelernte Geschlechterordnung will noch Erwähnung finden. So obliegt doch die klassische Erziehung der Kinder den Frauen und nicht dem Mann als Ernährer einer bis dato klassischen Familienordnung.

 

Was kann der Schlüssel sein, um mehr männliche Erzieher zu gewinnen?

Um die oben genannten Barrieren niederzureißen, bedarf es weiter einer gesellschaftlichen und auch einer politischen Aufwertung dieses Berufs Erzieher. Die Geschlechterrollen und auch die traditionellen Verteilungen müssen überdacht werden. Das hingegen ist ein Thema, dem sich aktuell auch die Zeit widmen muss. Unsere Welt und unser Land sind weiter im Aufbruch in eine neue gesellschaftliche Ordnung. Wir brauchen unmissverständliche und eindeutige Zeichen, die Männern das „Ja“ zum Erzieherberuf ermöglichen.

Spricht man mit Personal und Eltern in den Kindergärten und Kitas, in denen bereits männliche Erzieher anwesend sind, so fallen immer wieder die Begriffe, Bereicherung nicht missen wollen oder auch wertvolle Ergänzung. Auch vor dem Hintergrund einer immer weiter steigenden Zahl an alleinerziehenden Müttern drängt sich die Frage geradezu auf, von wem dann unsere jüngsten zukünftigen Männer das Mann sein erlernen sollen?

 

Hilfreiche Links zum Thema „männliche Erzieher“

Link zu Studie (bmfsfj.de)

Link zum Artikel von (t-online.de)

Link zum Artikel (focus.de)

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