Albträume bei Kindern

Albtraum, alles ganz normal!

Die meisten Kinder haben ab und zu einen Albtraum. Besonders betroffen sind Kinder zwischen 2 und 4 Jahren, weil sich in diesem Alter sowohl Fantasie als auch Furcht entwickeln. Kleinkinder träumen noch die Hälfte ihrer Schlafdauer, bei älteren Erwachsenen sind es nur noch 20 Prozent. Sie träumen nicht nur länger sondern haben auch mehr Albträume als Erwachsene. Dies kann daran liegen, dass sie noch nicht so gut mit ihren Ängsten umgehen können und diese so im Schlaf verarbeiten. Die schlimmen Erlebnisse im Traum sind für Kinder viel schlimmer als für Erwachsene, weil Kinder unter 6 Jahren noch nicht zwischen Fantasie und Realität unterscheiden können.

 

Wie verhalte ich mich als Eltern?

Wichtig ist, dass Ihr Kind jemanden hat, dem es von seinem Traum erzählen kann, denn so kann es den Traum am besten verarbeiten. Zwingen Sie Ihr Kind jedoch nicht dazu, den Traum zu erzählen. Unmittelbar nachdem Ihr Kind aus einem schlechten Traum erwacht und weint oder schreit, sollten Sie es in den Arm nehmen oder streicheln, bis es sich wieder beruhigt hat. Trösten Sie Ihr Kind auch mit Worten. Es kann aber sein, dass die Worte „Es war nur ein böser Traum“ nicht viel helfen, weil Kinder in diesem Alter erst beginnen, Fantasie und Realität auseinanderzuhalten. Sagen Sie es trotzdem, denn so beginnt der Lernprozess Ihres Kindes, dass Träume nicht real sind. Sie können zusammen mit dem Kind auch unters Bett und in den Kleiderschrank schauen und sicherstellen, dass sich dort keine Monster aufhalten. Stellen Sie sicher, dass Ihr Kind sein Lieblingsstofftier hat und das Nachtlicht brennt. Erinnern Sie Ihr Kind daran, dass Sie ganz in der Nähe und alle in der Wohnung sicher sind. Wenn das Kind auch am nächsten Tag noch ganz im Bann des Alptraums ist, lassen Sie es ein Bild beispielsweise von dem Monster, das es im Traum gesehen hat, malen und dieses Bild dann in kleine Schnipsel zerreißen oder wegwerfen. So unangenehm die Träume auch sein mögen, sie erfüllen einen Zweck. Durch die Albträume werden Konflikte gelöst und Spannungen abgebaut. Versuchen Sie im Gespräch über den Traum die Waage zu halten zwischen „sich mit dem Thema auseinandersetzen“ und „zu viel Gewicht auf das Problem legen“. Wenn die Albträume über mehrere Wochen anhalten, sollten Sie Ihr Kind tagsüber beobachten: Ist es unbeschwert und nicht auffallend ängstlich, ist alles in Ordnung. Wenn es aber auch am Tag bedrückt und furchtsam wirkt, kann es hilfreich sein, einen Kinderarzt oder Kinderpsychotherapeuten aufzusuchen, um zu klären, was sich dahinter verbirgt. Neben einem gemütlichen Einschlafritual, z.B. zuerst ein warmes Bad und dann eine ruhige, schöne Geschichte vorlesen, können Gegenstände wie Traumfänger helfen, die schlechten Träume zu vertreiben.

 

 

Albträume vermeiden

Allgemein sollten Sie zu viel Aufregung vor dem Zu-Bett-gehen vermeiden, das Kind sollte also vor dem Schlafengehen z.B. nicht mehr fernsehen. Lesen Sie stattdessen eine Geschichte vor oder singen Sie ein Lied und legen Sie immer das beschützende und vertraute Kuscheltier mit ins Bett. Es kann auch sinnvoll sein, sich gemeinsam einen anderen Ausgang des Albtraums zu überlegen. Experten gehen davon aus, dass ca. 5 % aller Kinder so sehr unter Albträumen leiden, dass Sie therapeutische Hilfe benötigen, damit daraus nicht später eine handfeste psychische Erkrankung wird. Erster Ansprechpartner bei schweren Schlafproblemen ist immer der Kinderarzt, er kennt dann die Adressen der Fachlaute vor Ort. Wenn Sie den Verdacht haben, dass Stress und Angst die Alpträume auslösen, sollten Sie mit Ihrem Kind tagsüber darüber sprechen. Es gibt auch Entspannungs-CDs für Kinder, die sanft ins Träumen entführen sollen. Oder Bücher, die sich mit dem Thema beschäftigen wie „Kai träumt Monster“ oder „Das Traumfresserchen“.

 

Hilfreiche Links:

Kindergesundheit-info.de: Von Albträumen und Schlafwandlern: Zum Fachtext

Liliput-lounge.de: Wenn Kinder schlecht träumen: Zum Artikel

Eltern.de: Das Monster unterm Bett: Zum Fachartikel von eltern.de

Hallofamilie.de: Albträume bei Kindern: Zum Fachartikel

Urbia.de: Ach du Schreck! Alpträume: Zum Fachartikel

 

Anzeige

Erzieher

Kita und Krippe

Kitafinanzierung

Freizeit

Kinder