Schlafstörungen bei Kindern

Fotograf: Rike / pixelio.de

Schlafstörungen bei Kindern, kein Einelfall

Etwa 20 bis 25% aller Kleinkinder haben Probleme mit dem Durchschlafen, 12% leiden sogar unter schweren Schlafstörungen. Für das Vorschul- und Schulalter gibt es sogar Studien, die bei bis zu 40% der Kinder Schlafstörungen sehen. Aber nicht jedes Schlafproblem ist auch gleich eine Störung. In den ersten sechs Lebensmonaten wird grundsätzlich noch nicht von Schlafstörungen gesprochen, da das Baby seinen Schlaf-Wach-Rhythmus erst noch entwickeln muss. Das häufige Aufwachen hat seine Ursachen in der noch notwendigen häufigeren Nahrungsaufnahme und im Wachstum des Babys. Auch in der weiteren Entwicklung verändert sich der kindliche Schlaf noch permanent. In bestimmten Entwicklungsphasen kann es dabei immer wieder Probleme geben, die aber vorübergehender Natur sind. Auch wenn sie den kindlichen Schlaf und den der gesamten Familie empfindlich stören können, sind sie meist kein Grund für Besorgnis. Anders ist es jedoch, wenn sich die Schlafstörungen hartnäckig halten und das Kind in seiner Entwicklung beeinträchtigen oder zu einer starken Belastung für die Familie werden.

 

Behandlung von Schlafstörungen bei Kindern

Wenn ein Schlafproblem erst einmal bekannt ist, lässt es sich oft mit etwas Geduld und Konsequenz lösen. Ein strukturierter Tagesablauf mit festen Schlafenszeiten, Einschlafritualen und Bettroutinen erleichtert das Schlafenlernen. Bei vielen Schlafproblemen beginnt mit solchen Strukturen und Routinen bereits die Lösung des Problems. Die meisten Kinder entwickeln in den ersten sechs Monaten einen einigermaßen stabilen Rhythmus zwischen Schlafen und Wachen. Mit Hilfe des allabendlichen Einschlafrituals finden sie allmählich immer besser eigenständig in den Schlaf und wenn sie – was im Säuglingsalter ganz normal ist – nachts öfter aufwachen, schlafen sie bald schon ohne größere Hilfe der Eltern von selbst wieder ein. Oft liegt die Ursache für Schlafstörungen in festgefahrenen Gewohnheiten. Hat ein Kind sich beispielsweise erst einmal daran gewöhnt, bis zum Einschlafen herumgetragen zu werden, fordert es dies vielleicht auch noch im Kleinkindalter allabendlich ein. Versuchen Sie, den Tagesablauf mit festen Essens- und Schlafenszeiten zu strukturieren. Bringen Sie Ihr Kind mit einem abendlichen Einschlafritual, in dem es Zuwendung und Aufmerksamkeit erfährt, zur Ruhe. Auch wenn ein Kind normalerweise gut schläft, kann es mit der Nachtruhe auch schnell wieder vorbei sein. Meist handelt es sich um vorübergehende, alterstypische Probleme. Zum Beispiel können bestimmte Entwicklungsschritte, wie das Krabbeln und Laufen lernen, so aufregend sein, dass das Kind nachts wieder häufiger aufwacht und weinerlich ist. Bei Kleinkindern können auch für dieses Alter typische Ängste und das Erleben der magischen Phase vorübergehend zu Problemen mit dem Ein- und Durchschlafen führen. Als Eltern können Sie dann nicht viel mehr tun, als dem Kind besonders viel Zuwendung und Verständnis zu zeigen. Meist erledigen sich die Probleme dann von selbst wieder. Hat ein Kind abends Schwierigkeiten, zur Ruhe zu kommen, liegt das oft einfach daran, dass es ein aufregender Tag war und es die vielen Eindrücke erst verarbeiten muss. Also muten Sie Ihrem Kind nicht zu viel zu. Anregung am Tag ist gut, aber zu viel Aufregung, besonders vor dem Schlafengehen, kann zu schlaflosen Nächten führen. Schon bei kleinen Kindern können auch emotionale Belastungen den Schlaf empfindlich stören.

 

Schlafstörungen bei älteren Kindern

Bei älteren Kindern liegt die Ursache für schlafraubenden Stress nicht selten in der Schule. Beobachten Sie Ihr Kind genau. Sorgen Sie in Zeiten, in denen es besonderen Belastungen oder Veränderungen ausgesetzt ist, dafür, dass es abends genügend Zeit hat, zur Ruhe zu kommen und dass es tagsüber die Möglichkeit hat, mit Ihnen über das zu sprechen, was es bewegt. Äußere Faktoren wie zu hohe Zimmertemperatur, Lärm, Licht, koffeinhaltige Getränke und zu schwere Mahlzeiten am Abend können den kindlichen Schlaf stören. Auch sollten die Kinder vor dem Zubettgehen kein Fernsehen mehr schauen oder Computerspielen.

  

Hilfreiche Links:

Kindergesundheit-info.de: Schlaf im Kleinkind- und Vorschulalter: Zum Fachartikel "gesunder Schlaf bei Kindern"

Dasschlafmagazin.de: Viele Kinder schlafen schlecht: Zum Fachartikel "viele Kinder schlafen schlecht"

Familie.de: Warum genug Schlaf für Kinder so wichtig ist: http://www.familie.de/gesundheit/kinder-schlafen-542089.html

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