Sport in der Kita

Fotograf: I.Friedrich / pixelio.de

Allgemeines zu Sport in der Kita

Der Begriff Sport wird von den meisten Menschen falsch interpretiert. Oft steht hinter diesem Gedanke eine Leistung, die kaum zu erbringen ist, und das erst recht nicht für Kinder. Das ist jedoch ein falscher Ansatz. Sport in der Kita heißt nicht Leistung erbringen. Sport heißt lediglich, dass ein Wesen egal welchen Alters, Geschlecht und Konstitution alle Systeme darauf hin ausrichtet zu wachsen und einen Prozess anzustreben, der eine Verbesserung aller beteiligten Systeme beinhaltet. Kurz gesagt, Sport dient dazu zu wachsen und zu gedeihen. Man sagt „die Menge macht das Gift“ und das ist durchaus der richtige Ausdruck.

 

Wie läuft Sport in der Kita ab?

In einer Kita gibt es natürlich, mit Ausnahme der sogenannten Sport-Kitas, selten eigene Stunden, die den Sport im Vordergrund sehen. Sport ist immer versteckt bei den verschiedensten Aktivitäten in der Kita dabei. Ziel der Erzieherinnen ist es, die Kinder entsprechend Ihrer Leistungsfähikkeit und Ihrem Stand zu fördern und in der Bewegung zu schulen. Die Bewegung und Koordination hat einen unglaublichen Einfluss auf die Denkfähigkeit von uns Menschen. Kinder lernen daher leichter viele gedankliche Prozesse, wenn sie in Bewegung sind. Kurz, die Erzieherinnen machen indirekt mit den Kindern immer wieder Sport. Das Ganze kann im Ramen einer Turnhalle sein, bei Fühlspielen in einem Raum und beim Toben im Garten der Kita. Immer wieder wird das System der Kleinsten gefordert und wer kennt es nicht, wenn man erst einmal angefangen hat eine Schneeballschlacht zu entfachen. Über 30 Min kann solch eine Runde gehen und immer wieder wird gebückt, geformt und geworfen. Immer wieder wird gerannt, gelacht und gedreht. Immer wieder wird aufgestanden, geschüttelt und gehüpft, um nicht getroffen zu werden. Würden wir Erwachsene dieses einmal nachmachen, so würden wir am nächsten Tag durchaus feststellen, das wir Sport gemacht haben.

 

Wie wird mein Kind gefördert?

Kinder werden immer wieder von den Erzieherinnen kleineren Tests unterzogen, bei denen die motorischen Fähigkeiten, das koordinative System wie auch die Kraft der Kinder im Vordergrund stehen. Aufgrund dieser Ergebnisse können Handlungsempfehlungen ausgesprochen werden. Es können Fördergruppen gebildet werden und das Programm der Kinder wird angepasst. Geben wir ein  Beispiel: ein dreijähriges Kind wird in einem vollkommen indirekten Test von den Erzieherinnen gebeten, über ein auf dem Boden liegendes Seil zu hüpfen. Wir haben folgende Komponenten:

  1. Kraftfähigkeit des gesamten Systems und hier vor allem der Beinschlinge
  2. Koordination beim Anvisieren des Seiles und beim Landen nach dem Sprung
  3. Die Fähigkeit willentlich eine Explosionskraft auszulösen
  4. Die Fähigkeit, ein Hindernis zu überwinden, und den Mut zu fassen, es zu tun
  5. Stabilität beim punktgenauen Landen wie auch in der Flugphase
  6. Kann die Zielzone erreicht werden? Landet das Kind auf dem Seil? etc.

Sie sehen, es handelt sich dabei um einen kleinen Sprung für ein Kind und einen großen Sprung für die Erzieherinnen.

 

Hilfreiche Links zum Thema „Sport in der Kita“

Sport in der Kita (faz.net)

Ein Beispiel (sportkita-wirbelwind.de)

Das sagt der Spiegel (spiegel.de)

 

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