Was macht ein/e Erzieher/in?

Allgemeines zum/zur Erzieher/in 

Eine Erzieherin hat einen hoch interessanten und intensiven Beruf gewählt. Die Ausbildung geht über mehr als 4 Jahre. Das Anerkennungsjahr, Prüfungen und immer wieder kleinere Praktika sind zu bewältigen. Wir sprechen hier von einem pädagogischen Beruf, der unsere Kinder und damit unsere Basis in der Zukunft sichern wird. Das Vertrauen, das ein Kindergartenkind in sich selbst erhält, spiegelt sich auch in seinem weiteren Leben wieder. Wir sprechen hier von einem Beruf, der hoch intensiv gelebt werden muss. Eine Erzieherin kann heute eine Gruppe mit bis zu 20/24 Kindern betreuen. Stellen wir uns eine Zahl von Kinder im Alter zwischen 3 und 6 Jahren vor und in Ihrer Mitte eine Erzieherin, welche allen Kindern gerecht werden und sie adäquat fördern soll. So wird uns ganz schnell klar: hier gibt es einen Auftrag, der schlicht unmöglich erscheint. Doch was ist nun der Auftrag und worauf achtet eine Erzieherin in Krippe, Hort und Kita?

 

Das altersgerechte Konzept

Eine Erzieherin ist kein Superman, aber in gewisser Weise dann wieder doch. Eine Erzieherin muss jeden Tag neu eine ungezählte Menge an Eindrücken verarbeiten und mit Logik und Einfühlungsvermögen auf die kleinsten Situationen blitzschnell reagieren. Das führt uns wieder zu dem, worauf die Erzieherin achtet. Eine Erzieherin in einer Krippe oder Kita kann natürlich intensiver Ihre Beobachtungsgabe und den individuellen Einsatz ausüben, je weniger Kinder diese zu betreuen hat. Dahingehend sollten Sie sich als Eltern über den sogenannten „ Betreuungsschlüssel“  informieren und erfragen, wie viele Kinder pro Erzieherin betreut werden. Der entsprechende Ansprechpartner ist dann der Träger, der die Erzieherinnen anstellt. Im oben beschriebenen Fall kann eine Erzieherin fast nur „Brände löschen“. Die gezielte pädagogische Arbeit leidet unter der Anzahl an Kinder. Seien Sie sich trotzdem gewiss, eine gut ausgebildete Erzieherin wird auch hier versuchen Ihr Möglichstes zu geben. Unterstützen Sie daher ihre Kita so gut sie selbst können und nehmen Sie auch hier ihre Initiative und das Gespräch mit dem Träger selbst in die Hand, das Fachpersonal kann den Personalschlüssel nicht  verhandeln. Orientieren wird sich eine Erzieherin immer am altersgerechten Konzept, an der Ausrichtung der Kita oder Krippe und an den Lehrplänen, die für diese Kita ausgegeben wurden. Stellen Sie es sich so vor: Ein Erziehungsteam wird in der Regel zu jedem Kind ein Förderprogramm  anlegen und den Fortschritt in einem Portfolio dokumentieren. In diesem werden aufgrund des aktuellen Stands immer wieder Informationen neu aufgenommen und ergänzt. Die Teilnahme an Programmen wird dokumentiert und die Fortschritte beschrieben. Erzieherinnen werden dann diese gesammelten Informationen mit in ein Elterngespräch nehmen und darauf aufbauend Fragen beantworten. Um obiges Beispiel erneut zu zitieren: Was glauben Sie, wieviel Sie an einem Tag mit einer Gruppe von 20 Kindern am Abend in den Portfolien notieren werden? Richtig, herzlich wenig! Was uns als Eltern also bleibt, ist die Erzieherinnen in Ihrem Tun so gut es geht zu unterstützen. Machen Sie sich bei Ihrem Träger stark für eine weitere Stelle. Teilen Sie Ihre Informationen in kurzen, persönlichen Gesprächen und beobachten Sie selbst mit. Bitte erkennen Sie Ihre Aufgabe als Erzieher Nr.1 Ihrer eigenen Kinder und teilen Sie Ihr Wissen. Eine optimale Förderung der Kinder kann nur vom oder besser im gesamten Team geleistet werden!

 

Hilfreiche Links zum Thema „Was macht eine Erzieherin“

Hilfreicher Link (urbia.de)

Hilfreicher Link (forum-fuer-erzieher.de)

Das sagt (hf.uni-koeln.de)

 

 

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