Mutterschaftsgeld

C. Riesenberger

Definition Mutterschaftsgeld

Für Schwangere, die fest angestellt sind, gilt eine Mutterschutzfrist von 6 Wochen vor der Entbindung bis 8 Wochen danach. Meistens haben diese während der gesamten Mutterschutzfrist Anspruch auf Mutterschaftsgeld und den Zuschuss des Arbeitgebers, sofern sie in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert sind.

 

Berechnung des Mutterschaftsgelds

Dann zahlt Ihnen die Krankenkasse maximal 13 Euro pro Kalendertag. Zusätzlich zu diesem Betrag stockt der Arbeitgeber die Differenz zum bisherigen Nettogehalt auf. Dafür wird das durchschnittliche Nettogehalt der letzten drei Monate herangezogen. Wenn sie arbeitslos sind, beträgt das Mutterschaftsgeld nicht 13 Euro pro Kalendertag, sondern ist so hoch wie das Arbeitslosengeld, das sie bisher bekommen haben. Wenn Sie privat versichert sind, erhalten Sie von Ihrem Arbeitgeber das bisherige Nettogehalt abzüglich der 13 Euro, die sie bekommen würden, wenn sie gesetzlich versichert wären. Die privaten Kassen zahlen kein Mutterschaftsgeld. Sie können jedoch ein einmaliges Mutterschaftsgeld von bis zu 210 Euro beim Bundesversicherungsamt beantragen. Wenn Sie familienversichert sind oder einer geringfügigen Beschäftigung nachgehen, bekommen Sie ebenfalls diese 2010 Euro. Wenn Sie eine reine Hausfrau sind, erhalten Sie kein Mutterschaftsgeld, da es eine Lohnersatzleistung ist und Sie als Hausfrau keine Einkünfte haben. Wenn Sie arbeitslos sind, erhalten Sie Mutterschaftsgeld in Höhe des Arbeitslosengeldes. Bezahlt wird dies jedoch von der Krankenkasse. Das Arbeitsamt ist nicht mehr für Sie zuständig, da Sie aufgrund des Beschäftigungsverbot während des Mutterschutzes dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung stehen. Wenn Sie selbsständig sind, kommt es wieder auf ihre Wahl der Krankenkasse an. Sind Sie freiwillig gesetzlich versichert, bekommen Sie für die Zeit des Mutterschutzes Mutterschaftsgeld in Höhe des Krankengeldes. Auch wenn Sie in einer studentischen Krankenversicherung ohne Anspruch auf Krankengeld versichert sind, haben Sie Anspruch auf Mutterschaftsgeld. Wenn sich ihr Baby nicht an den berechneten Termin hält und früher zur Welt kommt als geplant, wird die vor der Geburt nicht in Anspruch genommene Zeit auf die Zeit nach der Geburt addiert. Ihnen stehen auf jeden Fall 126 Tage Mutterschutz zu. Wenn sich das Kind Zeit lässt, wartet die Krankenkasse bis zum Geburtstermin und zahlt dann rückwirkend für die sechs Wochen Mutterschaftsgeld. Bei einer Mehrlingsgeburt erhöht sich die Zeit der Mutterschutzfrist nach der Geburt auf 12 Wochen. Auch beim zweiten Kind gelten die bisher genannten Regelungen, es sei denn der Zeitraum der Mutterschutzfrist fällt in den Zeitraum der Elternzeit für das erste Kind, dann ist der Arbeitgeber zu keinerlei Zahlungen verpflichtet, ansonsten muss er wieder aufstocken. Arbeitet die Mutter jedoch während der Elternzeit in Teilzeit, erwirbt sie auch wieder Anspruch auf Zuzahlung zum Mutterschaftsgeld. Eine Sonderregelung gilt für Frauen, die während der Elternzeit einen Mini-Job ausüben. Fällt deren Mutterschutzfrist ganz in die Elternzeit, haben sie lediglich Anspruch auf die 210 Euro vom Bundesversicherungsamt, fällt ein Teil der Frist jedoch außerhalb der Elternzeit, haben sie für diesen Zeitraum auch wieder Anspruch auf die 13 Euro pro Kalendertag plus den Zuschuss vom Arbeitgeber. Das Mutterschaftsgeld kann frühestens 7 Wochen vor der Geburt beantragt werden, da die diesbezügliche ärztliche Bescheinigung frühestens eine Woche vor Beginn der Schutzfrist ausgestellt werden darf. Setzt eine Frau vor Beginn und nach Ende der Schutzfrist aufgrund eines Beschäftigungsverbot mit der Arbeit aus oder muss sie aufgrund der Schwangerschaft die Tätigkeit wechseln, so erhält sie dennoch mindestens ihren Durchschnittsverdienst (Mutterschaftslohn). Wer Arbeitslosengeld II bezieht, kann in der Schwangerschaft ab der 13. Woche Mehrbedarf beantragen. Dieser Mehrbedarfszuschlag kann bis zu 17 % der Regelleistung betragen.

 

Hilfreiche Links:

Eltern.de: Mutterschaftsgeld: Zum Fachartikel auf www.eltern.de

BMFSFJ: Mutterschaftsgeld: Zum Fachartikel des BMFSFJ 

Familien-wegweiser.de: Mutterschaftsgeld: Zum Fachartikel

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