Wahl des Pädagogischen Ansatzes

C. Riesenberger

Einführung

Als Eltern ist man vielfach überfordert wenn sich die Frage nach dem geeigneten pädagogischen Ansatz stellt.

Selbst Erzieher, Pädagogen und Träger tun sich im Einzelnen schwer, die Ansätze miteinander zu vergleichen und gegeneinander abzugrenzen.

Um als Erziehungsberechtigter letztendlich die richtige Wahl zu treffen, ist es wichtig, sich zunächst mit den Grundlagen der pädagogischen Ansätze auseinanderzusetzen, um sich dann im Detail mit den Ausrichtungen näher zu beschäftigen

 

Pädagogische Ansätze

Entstanden sind die pädagogische Ansätze aus den gesellschaftlichen Entwicklungen und beschreiben ein Menschenbild welches sich aus Werten, Grundüberzeugungen, Zielen, Normen und Glaubensfragen definiert. Entscheidet sich ein Träger für einen bestimmten Ansatz definiert dieser alle Handlungen der Kita. Dazu zählt die inhaltliche Ausgestaltung des pädagogischen Handlungskonzepts, die Gestaltung der Räumlichkeiten, die Auswahl der Spielmaterialien und das Anforderungsprofil für die Einstellung der Fachkräfte.

 

Handlungskonzepte

Jeden pädagogische Ansatz gilt es in die Praxis umzusetzen und mit Leben zu füllen. Hierzu werden sogenannte Handlungskonzepte aufgestellt, in denen beschrieben wird, wie die Kita den gewählten Ansatz gedenkt umzusetzen. Als Leitfaden regelt er beispielsweise die Art der Zusammenarbeit mit den Eltern, die Gestaltung der Tagesabläufe, die Formierung der Gruppen und die Auswahl der Spielzeuge. Aber auch bauliche und räumliche Begebenheit können letztendlich Einfluss auf das Handlungskonzept haben.

 

Bewertung Pädagogischer Konzepte

Aus der Sicht der Eltern ist es sehr schwer, pädagogische Konzepte zu bewerten. Letztendlich ist es nicht nur das Konzept selbst, welches es zu bewerten gilt, sondern auch dessen Umsetzung durch das Kita-Team. Was bringt ein tolles Konzept, wenn dieses durch die Erzieher nicht vermittelt werden kann. Letztendlich bestimmen auch persönliche Vorstellungen und Werte darüber, ob man sich mit einem Konzept anfreunden kann oder nicht. Erste Ansatzpunkte für eine objektive Bewertung bieten die UN-Kinderrechtskonvention und der Orientierungsplan des Landes Baden-Württemberg. Ergänzend dazu gibt es rechtliche und katholische Grundlagen, die die Rechte der Kinder regeln und damit Einfluss auf die Arbeit in der Kita nehmen.

 

UN-Kinderrechtskonvention

Kinder werden von der UN-Kinderrechtskonvention als "Träger von Rechten" verstanden mit einem Recht auf Bildung, die dazu dienen soll, die Persönlichkeit sowie die geistigen und körperlichen Fähigkeiten voll auszuschöpfen. Im Weiteren wird den Kindern das Recht zugesprochen, am Bildungsprozess zu partizipieren, d.h. Einfluss auf die Tagesgestaltung zu nehmen und die eigene Meinung frei zu artikulieren.

 

Die Kinderpädagogik der katholischen Kirche

Das pädagogische Handlungskonzept der katholischen Kirche stellt klar, dass katholische Kindereinrichtungen einen kirchlichen Auftrag zu erfüllen haben. Entsprechende Ansätze werden dahingehend überprüft inwieweit sie mit den Prinzipien Personalität, Subsidiarität und Solidarität der katholischen Soziallehre einhergehen. Die praktische Umsetzung der Prinzipien spiegelt sich im Situationsansatz am besten wider, weshalb er in aller Regel die Grundlage des katholischen Anforderungsprofils bildet.

 Für den interessierten Leser werden nachstehend die pädagogischen Ansätze nochmals im Detail beschrieben. Klicken Sie hierzu einfach auf die entsprechenden Links:

 

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