Checkliste Schulanfang

C. Riesenberger

Wie geht es mir und meinem Kind kurz vor Schuleintritt? 

Ganz klar steht für die Kleine oder den Kleinen der Familie mit dem Schulanfang ein ganz großer Wendepunkt in seinem Leben an. Wer geht mit mir in dieselbe Schule, vielleicht sogar in dieselbe Klasse?

Wen werde ich vielleicht nicht mehr sehen, mit wem werde ich befreundet sein? Was kommt da in der Schule auf mich zu? Kinder in diesem Alter machen einen ersten Schritt hin zum Erwachsenwerden, und häufig hat sich die Ungewissheit, was da so alles kommen mag, nach den ersten Wochen gelegt: Man ist ja nicht mehr das Kindergartenkind, sondern drückt die Schulbank wie ein „Großer“.

Die Anforderungen in den Grundschulen haben sich in den letzten Jahren geändert, es wird mehr verlangt. Fremdsprachen gehören heutzutage zum Beispiel schon in der Grundschule dazu. Sinnvoll ist es von vornherein, schon ein Augenmerk auf die spätere Schullaufbahn (z.B. Gymnasium und Realschule) zu haben. So kann man bei Veränderungen und Entscheidungen in den ersten Grundschul- oder Förderschuljahren besser einlenken.

 

 

Was braucht mein Kind für die Schule? 

Generell muss gesagt werden: Ziemlich viel. Dabei geht es zum einen um die Schulsachen für die Schule an sich, d.h. Hefte, Schreibwerkzeug, Lineal oder Schulranzen, und all das was das Kind eben noch so braucht.

Als vorteilhaft hat sich eine Liste aller Schulsachen bewährt, auf der ganz genau geschrieben ist was das Kind für das erste Halbjahr an Heften benötigt. Die Dinge auf der Liste besorgen die Eltern dann selber, manche Schulen übernehmen diesen Dienst.

Was das Kind „eben noch so braucht“ sind ein Schulranzen, ein Federmäppchen, eine Sporttasche, Sportbekleidung und eventuell auch Hausschuhe, wenn die Schule dies verlangt. Ein zuversichtliches Gefühl bekommt das Kind, wenn es Zustimmung erfährt bei den Dingen die es selber aussucht, wie z.B. welches Muster das Mäppchen hat. So kann sich schon früh ein eigener Stil herausbilden, was wichtig für das Kind ist, um Feedback und letztlich Anerkennung zu bekommen. Wichtig ist außerdem ein Hausaufgabenheft in welches das Schulkind alle Aufgaben aufschreibt, die es in der Schule bekommt. Auch wichtige Notizen und Bemerkungen werden so nicht vergessen. Eine Frühstückdose und Trinkflasche sind ebenso unerlässlich. Hinsichtlich des Erwerbs notwendiger Schulbücher werden die Eltern von den Klassenlehrern/-lehrerinnen informiert.

Natürlich muss auch das Kinderzimmer so gestaltet werden, das auf jeden Fall ein Schreibtisch für das frischgebackene Schulkind bereitsteht. Wie es in Sachen Computer- oder Laptop-Nutzung in der Grundschule aussieht, lässt sich nicht verallgemeinern; von Vorteil ist auf jeden Fall eine Email-Adresse, die auch genutzt wird.

 

 

Auf welche Dinge für die Schulzeit muss ich achten?

Die Grundschule ist für jedes Kind ein besonderer Schritt in sein zukünftiges Leben: Schon in den ersten Monaten bilden sich Alltagsaufgaben heraus, die das Kind in Eigenregie führen wird. Sie sollten aber nach wie vor ihr Kind nicht aus den Augen lassen und seine Entwicklung weiterhin beobachten - kleine Notizen sind dabei von Vorteil: Welche Anforderungen kommen auf mich und mein Kind zu? Worauf muss ich mich einstellen? Die Antworten auf diese Fragen werden erst mit der Zeit immer deutlicher werden. Der Tagesablauf wird bedingt durch die Schule fortan ein anderer sein. So ist die Hauptaufgabe für Sie, sich in den ersten Monaten einen Rhythmus anzueignen, der zu den neuen Anforderungen passt. Ein gemeinsamer Wochenplan, gerade wenn man berufstätig ist, macht Sinn.

Wie entwickelt sich mein Kind? Ist es ruhiger als sonst? Fühlt sich mein Kind alleine? Das Schulleben ist ein anderes als im Kindergarten und so kann es zu Problemen kommen (Noten, Lernen, soziales Umfeld). Eine offene Kommunikation mit dem Kind hilft, eine Gemeinschaft zu bilden, in der es sich aufgehoben fühlt und seine Ängste und Probleme vertrauensvoll äußern kann. Schon in Grundschulen werden Kinder mit Konkurrenzdenken oder auch Formen von Mobbing konfrontiert, so dass Eltern gut beraten sind, von Anfang an ihr Kind zu beobachten und Probleme somit früh zu erkennen.

 

 

Ein Ausblick für die Zeit nach der Grundschule

Die Anforderungen an die Kinder sind in der heutigen Zeit schon in der Grundschule höher als noch vor 20 Jahren. Der Lernumfang ist größer, der Stundenplan umfangreicher und die Freizeit ist gefüllt mit sportlichen, musikalischen oder sonstigen Beschäftigungen. Ganztagsschulen mit gemeinsamem Essen und Nachmittagsunterricht sind immer mehr im Kommen, so dass es sich empfiehlt darauf zu achten, dass individueller Freiraum für Kinder gewährleistet bleibt: Freiraum für Muße, persönliche Vorlieben oder aber auch einfach die „Seele baumeln lassen“. So hat das Kind Zeit für sich und kann herausfinden, was seine Vorlieben sind: „Was kann ich und worin bin ich gut?“ Ist einem Kind das erst einmal bewusst, ist seine Zukunft vorbestimmt und man kann die Zeit nach der Grundschule dementsprechend ausrichten. Haupt-, Realschule oder Gymnasium und auch die Wahl der Hobbys sind dann keine Fragezeichen mehr.

Ein gesundes familiäres Umfeld, schöne Kontakte zu Mitmenschen aber auch der eigene Kopf machen das Leben lebenswert und kostbar. Druck und zu hohe Anforderungen hingegen zwingen jeden in die Knie und gerade Kinder neigen in Stresssituationen zu Nörgeleien oder gar Krankheiten. Ein Kind, das in seinem Umfeld seine Position gefunden hat, bildet starke Wurzeln und lernt, sich als Einheit und individueller Bestandteil der Familie zu begreifen.

 

 

Weiterführende Seiten:

Weiterführende Infos zur Checkliste zum Schulanfang bei: (www.schulranzen.net / Der Einschulungsratgeber) 

Weiterführende Infos zur Checkliste zum Schulanfang bei: (de.scoyo.com)

Weiterführende Infos zur Checkliste zum Schulanfang bei: (familie-und-tipps.de)

Weiterführende Infos zur Checkliste zum Schulanfang bei: (betreut.de)

 

 

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