Einschulungstests

C. Riesenberger

Allgemeine Informationen 

Zunächst einmal sei gesagt, dass der Einschulungstest kein zukunftsentscheidender Urteilsspruch für das Kind, sondern vielmehr eine Leistungs- und Entwicklungserhebung des jeweiligen Kindes ist: Das Kind soll im Bedarfsfall die bestmögliche Förderung erhalten. Damit der Schulstart bei jedem Kind positiv verläuft, wird bereits sehr früh mit einfachen Tests begonnen (24-15 Monate vor der termingerechten Einschulung), um die Eignung des Kindes im Allgemeinen zu bestimmen. Der Eignungstest soll feststellen, ob und wenn ja, was dem Kind für einen erfolgreichen Schuleintritt noch fehlt. Ist beim ersten Eignungstest alles glatt gelaufen, erstellen Ärzte, sozialmedizinische Assistenten und Pädagogen ein gemeinsames Resultat und das Kind braucht nicht weiter untersucht zu werden. Dann ist der weiterführende schulische Weg nach dem Kindergarten oder der Kita klar.

Bei Kindern, die noch Defizite aufweisen, kann hingegen dank des Tests früh genug reagiert werden. Auch Kinder, die keine Kindertageseinrichtung besuchen (Hauskinder), werden untersucht.

Die Regelung der Eignungstests, d.h. wann dieser stattfindet und was geprüft wird, ist vom jeweiligen Bundesland vorgegeben. Einen bundesweit einheitlichen Test gibt es nicht; wohl aber Richtlinien, die in jedem Bundesland gelten.

Der Eignungstest ist in zwei Teile gegliedert, den pädagogischen und dem medizinischen Teil. Die medizinische Untersuchung findet später statt, einige Monate vor der eigentlichen Einschulung.

 

Wie kommt es zum Eignungstest und was wird geprüft?

Die Gemeinden und Kindertagesstätten melden getrennt bei den Gesundheitsämtern diejenigen Kinder zur Eignungsuntersuchung an, für die eine Untersuchungspflicht gilt. Diese Meldung findet zu Beginn des Schuljahres statt. Die Gesundheitsämter erhalten so eine aktuelle Liste aller Kinder im Kindergartenalter und melden diese für die Prüfung an. So wird jedes Kind erfasst. Der genaue Termin wird von den Gesundheitsämtern und den Kindertageseinrichtungen festgelegt und mit den Eltern abgesprochen. Die medizinische Prüfung untersucht die körperliche Gesundheit (ähnlich den betriebsärztlichen Untersuchungen von Arbeitnehmern) und wird ein paar Monate vor Schuleintritt durchgeführt. Die pädagogische Eignungsüberprüfung, die ca. 2 Jahre vor Schuleintritt durchgeführt wird, gibt Auskunft über die geistige und mentale Verfassung des Kindes. Es werden einfache Übungen durchgeführt, um bei Entwicklungsverzögerungen früh genug reagieren zu können.  

 

Wer führt wo die Eignungstests durch?

Die erste Untersuchung, die ungefähr im vorletzten Kindergartenjahr stattfindet, wird im Gesundheitsamt von einer medizinischen Assistentin durchgeführt. Sie erfasst neben körperlichen und motorischen Eigenschaften des Kindes auch dessen Konzentrationsfähigkeit und Verhalten. Die Ergebnisse der Untersuchung werden dann der Ärztin/dem Arzt des Gesundheitsamtes vorgelegt, die/der dann die Auswertungen vornimmt. Alle weiteren Schritte wie Benachrichtigung und Beratung der Eltern, weitere eventuell notwendige Untersuchungen und Kontakt mit den Erziehern/innen wird dann auch vom Arzt/der Ärztin selbst durchgeführt.

Die zweite Untersuchung, die ein paar Monate vor der eigentlichen Einschulung durchgeführt wird, baut auf der ersten großen Untersuchung auf und zeigt die weitere Entwicklung des Kindes auf: Wie hat sich das Kind entwickelt, welche Punkte haben sich verbessert und schließlich auch welche Entscheidung hinsichtlich der schulischen Eignung kann beschlossen werden? Ansprechpartner ist auch hier wiederum die Ärztin/der Arzt des Gesundheitsamtes.

 

Wie genau wird über die Eignung des Kindes entschieden?

Die für die Eignungsfeststellung relevanten Punkte sind: Sehen und Hören, Körpergröße und Körpergewicht, Sprache, Motorik, Malentwicklung, Mengenerfassung und Verhalten. Aus den Ergebnissen der Untersuchungen gibt die Ärztin/der Arzt eine Empfehlung heraus. Wichtig für die eigentliche Entscheidung bezüglich der Eignung eines Kindes ist aber auch die Sicht der Eltern, des Kinderarztes/Ärztin und der Erzieher im Kindergarten. Sehr wichtig für die Entscheidungsfindung ist nicht zuletzt auch die sprachliche Entwicklung des Kindes.

Die Eignungstests sollen dazu beitragen, dass das Kind Spaß und Freude an seiner weiteren Ausbildung hat, d.h. nicht unter- aber auch nicht überfordert ist – ganz gleich, wie die Entscheidung über die schulische Weiterbildung des Kindes letztlich ausfällt.

 

Wie verhalte ich mich richtig beim Einschulungstest?

Weniger ist mehr! Da der Einschulungstest im ersten Durchgang die rudimentären Fähigkeiten der Kinder feststellen will, führen Panikmache und Prüfungsangst in die falsche Richtung. Zuspruch und das Nehmen von Ängsten („Das ist eine ganz normale Untersuchung, die machen alle Kinder“) erfüllen den Zweck besser. Wichtig ist auch die Beziehung des Kindes zur Assistenzärztin des Gesundheitsamtes. Da diese aber viele Kinder am Tag untersucht, kann man sich auf die Erfahrung der Assistentin verlassen, mit den Kindern den richtigen Umgang zu finden.

Die Eltern des Kindes müssen im Vorfeld die Zustimmung geben, dass sich Ärzte und Erzieher untereinander austauschen dürfen. Zur Untersuchung sollten das Impfbuch und das gelbe Früherkennungsheft (wenn vorhanden) mitgebracht werden.

 

Weiterführende Informationen:

Weiterführende Infos zum Einschulungstest bei: (familie-und-tipps.de)

Weiterführende Infos zum Einschulungstest bei: (einschulungstest.plakos.de)

Weiterführende Infos zum Einschulungstest bei: (www.stern.de)

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