Heuschnupfen bei Kindern

S. Hofschlaeger / pixelio.de

Was ist Heuschnupfen?

Bei Heuschnupfen handelt es sich um eine Inhalationsallergie, bei der eingeatmete Pollen fälschlicherweise vom Körper als „Feinde“ wahrgenommen werden. Beim ersten Kontakt mit den entsprechenden Pollen beginnt der Körper daher bestimmte Abwehrstoffe mit der Struktur des Allergens zu produzieren. Bei einem erneuten Kontakt mit dem gleichen Allergen werden größere Mengen von Entzündungsstoffen freigesetzt und es kommt zu einer allergischen Reaktion, wie Niesen, Augenjucken usw. Auslöser für eine solche allergische Reaktion ist dann der Blütenstaub von Bäumen, Sträuchern, Blumen, Gräsern und Kräutern.

Im Durchschnitt reagiert jedes 6. Kind auf Baum-, Kräuter- oder Gräserpollen allergisch. Bei Kindern zwischen 0-13 Jahren sind rund 13% betroffen. Die meisten davon sind 10 Jahre und älter. Die Tendenz geht zu immer jüngeren Kindern.

Im Unterschied zu einem Infekt mit ähnlichen Symptomen, treten die allergischen Reaktionen auf Pollen saisonal in etwa zur selben Zeit auf.

Wenn ein Kind unter Heuschnupfen leidet, so kann es auch zu Kreuzallergien auf Lebensmittel kommen. Bei einer Allergie auf Getreide- und Gräserpollen kann es z. B auch bei dem Verzehr von Bohnen, Linsen, Erbsen, Soja, Erdnüssen, Getreidekörnern und –mehl zu allergischen Reaktionen kommen.

 

Symptome:

Bei einem Heuschnupfen handelt es sich um eine Allergie vom Soforttypus. Das bedeutet, die Symptome treten innerhalb von Minuten auf. Allergische Reaktionen bei Heuschnupfen sind Augenjucken und –tränen, eventuell eine Bindehautentzündung, Kitzeln in der Nase, heftige Niesattacken, Fließschnupfen, das Gefühl von Abgeschlagenheit, Müdigkeit oder auch Fieber und Kopfschmerzen. Durch das schlechte allgemeine Befinden kommt es bei Kindern oft zu Konzentrationsschwierigkeiten und damit zu einem Leistungsabfall z. B in der Schule und zu einer vermehrten körperlichen Unruhe.

 

Diagnose:

Damit andere Allergien, z. B. eine Lebensmittelallergie, ausgeschlossen werden können, ist eine genaue Diagnose anhand von adäquaten Tests sehr wichtig. Auch für die weitere Behandlung ist eine genaue Diagnose wichtig. Wird eine Allergie nicht fachgerecht behandelt, kann sich die allergische Reaktion verschlimmern, bis hin zum Asthma druch das Übergreifen auf die tieferen Atemwege.

Ein Tagebuch über Intensität und zeitliches Auftreten der Symptome usw. kann dem Arzt wichtige Informationen über den Heuschnupfen liefern.

Um das Allergen genau zu diagnostizieren, werden Bluttests und Hauttests wie der Pricktest, durchgeführt.

 

Therapie:

Wenn Kinder unter einem Heuschnupfen leiden, so sollten sie den Kontakt mit den entsprechenden Pollen so weit wie möglich vermeiden. Hilfreich sind z. B. hier die Informationen beim deutschen Wetterdienst über die jeweilige Intensität der Pollen in der Luft (www.dwd.de). Der Pollenflugkalender gibt eine Übersicht über die Blütezeiten. So ist z. B. der Pollenflug von Haselnuss und Erle im Februar besonders hoch und der von Gräsern und Ambrosia im Februar.

Des Weiteren ist die Pollenkonzentration im Verlaufe des Tages in der Stadt abends am höchsten und auf dem Land am Morgen. Daher empfiehlt es sich in dieser Zeit die Fester und Türen geschlossen zu halten. Weitere Maßnahmen sind:

  • Möbel und Böden sollten in der akuten Zeit möglichst jeden Tag feucht abgewischt werden.
  • Wenn möglich empfiehlt es sich, den Urlaub zu den Hochzeiten der Pollenbelastung in Regionen mit weniger Pollenflug, z. B. am Meer oder im Hochgebirge zu verbringen.
  • Ebenso sollte man zu dieser Zeit bei Autofahrten die Fenster schließen. Für die Lüftungsanlagen gibt es bei manchen Modellen spezielle Pollenfilter.
  • Das Lüften der Wohnung sollte stoßweise durchgeführt werden und am besten nachdem es geregnet hat.
  • Bei Kindern mit einer Allergie gegen Pollen sollten die Haare am besten abends vor dem Zubettgehen gewaschen werden. Und auch die getragene Kleidung sollte nachts nicht im Schlaf- bzw. Kinderzimmer liegen.
  • Des Weiteren sollten andere Reizfaktoren, wie z. B. Zigarettenrauch, vermieden werden.

Spezielles Nasenspray und Augentropfen können Symptome begrenzen und vorbeugen. Auch Antihistaminika in Tabletten, Säften oder Tropfen blockieren die Botenstoffe und lindern somit die Symptome.

Bei einer Immuntherapie (Hyposensibilisierung) wird der Körper anhand dosierter Verabreichung des Allergens langsam an den Stoff gewöhnt, so dass er nicht mehr überreagiert. Eine solche Therapie dauert etwa 3-5 Jahre. Bei einer medikamentösen Behandlung sollte auf alle Fälle ein Arzt zu Rate gezogen werden.

 

Internetseiten

Hilfe bei Kindern mit Heuschnupfen bei Baby und Familie: Zum Fachartikel 

Heuschnupfen bei Kindern: Zum Fachartikel

Tipps, wie man Heuschnupfen am besten behandelt:Zum Fachartikel

Pollenallergie bei Kindern, was tun: Zum Fachartikel

Die Allergie Heuschnupfen auf Kindergesundheit-Info.de: Zum Fachartikel

Autor
  • Miriam Cordes
  • Beruf: Diplom Pädagogin
Veröffentlichung
  • Kiggi
  • bei: Kiggi
  • am: 21.12.2016
  • Eltern und Erzieher
  • Kategorie: Kinder
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