Filter­software

C. Riesenberger

Falls Ihr Kind unbegleitet Zugang zum Internet hat, empfiehlt sich die Installation sogenannter „Filtersoftware“, die den Zugang zu Internetangeboten einschränkt.
Hierbei wird zwischen „Whitelist“- und „Blacklist“- Einstellungen unterschieden:
Nutzen Sie eine Whitelist, werden alle Seiten außer denen auf dieser Positivliste gesperrt.
Nutzen Sie eine Blacklist, werden nur die Seiten auf dieser Negativ-Liste gesperrt.
Standardsoftware bringt oft beide Sorten von Listen vorinstalliert mit, Sie sollten Einträge aber auch selbst ergänzen können. Auf der Internetseite von fragFinn.de finden Sie z Bsp eine aktuelle von Medienpädagogen überprüfte Whitelist.
Für jüngere Kindern empfiehlt sich der Einsatz einer einschränkenden Whitelist, die nur den Zugang zu kindgeeigneten Angeboten ermöglicht. Für ältere Kinder und Jugendliche ist dagegen oft eine Blacklist geeigneter, die viele Internetangebote zugänglich macht und nur jugendgefäährdende Inhalte herausfiltert.
Nicht alle zugelassenen Seiten werden ständig redaktionell überprüft, Filtersoftware verlässt sich auch auf die Selbsteinstufung eines Internetangebotes. In der Regel stufen sich Inhalteanbieter eher streng ein, um Ärger zu vermeiden, Sie sollten aber trotzdem ein Auge auf die Surfgewohnheiten und den Browserverlauf Ihres Kindes haben.
„Anerkannter Jugendschutzsoftware" wurde von der Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) bestätigt, dass sie den gesetzlichen Jugendschutzvorgaben entspricht. Die KJM gehört den Landesmedienanstalten und übernimmt die abschließende Beurteilung nach dem Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (JMStV).


Kriterien für die Anerkennung sind: hohe Wirksamkeit bei der Filterung, einfache Handhabung und volle Kontrolle für Eltern.
2012 hat die KJM die ersten beiden Programme für Windows-PCs anerkannt. Im März 2015 wurden zwei weitere Programme anerkannt.
Versionen für alternative Betriebssystem-Plattformen (Linux, Apple) stehen noch aus, und nur JusProg bietet eine mobile Version für Android. Sie dürfen nicht vergessen, dass auch Smartphones, MP3-Player und Spielekonsolen über einen Internet-Zugang verfügen. Filtersoftware kann Medienpädagogische Schulung und den verantwortungsvollen Umgang mit dem Internet nur ergänzen, aber nicht ersetzen.
Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend betreibt seit kurzem einen „KinderServer“, der Computer und mobile internetfähige Geräte mit wenigen Klicks kindersicherer macht. Der KinderServer nutzt die von Medienpädagogen geprüfte Liste der Kindersuchmaschine fragFINN.de und die URLs der Kindersuchmaschine Blinde Kuh sowie alle Seitenstark-Seiten.
Darüberhinaus sind Webseiten, die ein Alterskennzeichen für Kinder bis 12 Jahre tragen, über den KinderServer zugänglich.
Bei eingeschaltetem KinderServer wird jeder Internetverkehr des Gerätes über diesen KinderServer-Proxy umgeleitet und geprüft.
Es gibt aktuell Versionen für Windows und Mac, Plug-ins für die Browser Firefox und Chrome sowie „Kinder-Browser“-Apps für Smartphones und Tablets unter iOS und Android.

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