Freinet Pädagogik

Die Geschichte der Freinet-Pädagogik

Die Freinet-Pädagogik geht auf das Jahr 1920 zurück. Entwickelt wurde diese vom Reformpädagogen und Dorfschullehrer Célestin Freinet und dessen Ehefrau Élise aus Frankreich. Ursprünglich für die Schule gedacht, fand es schnell Anwendung in der Kinderpädagogik und ist in heute in vielen Ländern verbreitet. Ziel seines Schaffens war es eine Pädagogik zu entwickeln die jedem Kind die Chance einer umfassenden Entwicklung seiner Persönlichkeit und Begabungen ermöglicht. Die Freinet-Pädagogik baut auf vier Grundsätzen auf, die in den entsprechenden Bildungskonzepten der Kitas Eingang finden. Zu diesem gehören

1. die freie Entfaltung der Persönlichkeit,
2. die kritische Auseinandersetzung mit der Umwelt,
3. die Selbstverantwortlichkeit des Kindes und die
4. Zusammenarbeit und gegenseitige Verantwortlichkeit.

Erste Freinet-Kitas in Deutschland entstanden in den späten 70er-Jahren. Direkt aus der Praxis heraus wurden in engem Dialog mit den Kindern die Arbeitsweisen, Methoden und Mittel erarbeitet.

 

Schwerpunkte der Freinet-Pädagogik 

Die freie Entfaltung der Persönlichkeit wird beispielsweise durch gemeinsame Aktivitäten in Holzwerkstätten, Technikräumen oder Forscherateliers gefördert. Das gemeinsame Gestalten zwingt die Kinder, aufeinander zuzugehen und damit Aufgeschlossenheit zu erlernen. Eine der hervorzuhebenden Methoden ist die Schuldruckerei sowie Tanz und Theater als kreative und kommunikationsfördernde Maßnahmen.

Stellvertretend für die Freinet-Pädagogik ist das Prinzip des ganzheitlichen Lernens. Es gilt einen Rahmen zu schaffen, der das Wohlgefühl des Kindes sowie dessen emotionale, kognitive und soziale Entwicklung fördert. Da der ganzheitliche Ansatz an die Lust des Kindes zu erforschen und zu erfahren gekoppelt ist, gilt es seitens der Erzieher und Erzieherinnen, diese Neugier durch gezielte Impulse zu fördern.

Einen großen Stellenwert in der Freinet-Pädagogik nimmt die Zusammenarbeit bzw. das kreative gemeinsame Spiel mit Anderen ein. Ziel ist es jedem Kind das Gefühl zu vermitteln ein Teil der Gruppe sein und in dieser Regeln zu erlernen, Probleme und Konflikte selbständig und einsichtig zu lösen.

Die kritische Auseinandersetzung mit der Umwelt orientiert sich stark an den Interessen und Präferenzen der Kinder und wird durch Experimente und Ausflüge stimuliert. Die Realität wird dadurch fassbar und bildet damit die Brücke aus Theorie und Praxis.

Die Selbstverantwortlichkeit des Kindes zeigt sich im praktischen Alltag einer Kindertagesstätte dadurch, dass zunächst den Kindern der Freiraum gegeben wird, selbst zu bestimmen, auf was sie Lust haben entsprechend ihres persönlichen Rhythmus. Anschließend werden in der Gruppe Vorschläge erarbeitet, wie der Tag aussehen könnte, um dann die Beschäftigung auszuwählen, für die es den meisten Zuspruch gab.

 

Interessante Links zur Freinet Pädagogik

Freinet Pädagogik (wikipedia.org)
Freinet Pädagogik (freinet-kooperative.de)
Freinet Pädagogik (Bildungsserver)
Freinet Pädagogik (tutoria.de)

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