Inklusion in Krippe,­ Hort und Kita

Allgemeine Informationen zum Begriff "Inklusion"

Der Begriff der Inklusion wird im Allgemeinen oft verwendet, jedoch selten als das verstanden, was es eigentlich bedeutet. Was heißt Inklusion zum Bsp. für jeden von uns? Würden wir den Begriff Inklusion wörtlich nehmen, so könnte man sagen, dass es "Zugehörigkeit" (Gegenteil von Ausgrenzung) bedeutet. Wenn ein jeder Mensch, egal welcher Religion, welchen Wohnortes, welchen Herkunftslandes oder physischer und geistiger Verfassung (wie es bei dem Begriff "Menschen mit Behinderung" der Fall ist) - überall dabei sein kann, dann sprechen wir von "der Teilnahme" oder der Inklusion als solches. Als Ort der Teilnahme ist z.B. die Krippe, der Hort, die Kita oder die Schule zu benennen, aber auch der Arbeitsplatz, das Wohnviertel oder die Freizeitangebote.

 

In einer Gemeinschaft, die sich als eine Inklusionsgemeinschaft verstehen will, ist es eine Normalität, verschieden zu sein. Diese Unterschiede sind es, die uns stark machen können. Aus diesem Grund hat auch Deutschland die „UN-Behindertenrechtskonvention“ unterzeichnet und sich dafür ausgesprochen, genannte Inklusion in die Tat umzusetzen. Wir sind an dieser Stelle jedoch noch immer am Anfang, und auch Kiggi möchte seinen Teil in Krippe, Hort und Kita beitragen.

 

Interkulturelle Pädagogik / Inklusion in Krippe, Hort und Kita

Kinder sollten sich ihre natürliche Offenheit gegenüber Fremden bewahren können, deshalb benötigen Kindergärten und Kindertagesstätten ein pädagogisches Konzept, mit dessen Hilfe die Fachkräfte der Einrichtung kompetent mit der multikulturellen Situation umgehen. Interkulturelle Erziehung bedeutet: Wir haben die Einsicht, dass nichtdeutsche Kinder große Kompetenzen haben. Zum einen können sie ihre eigene Muttersprache sprechen, zum anderen setzen sie sich mit der deutschen Sprache auseinander und sie sind in der Lage, sich in unterschiedlichen Lebenswelten zu bewegen. Damit trägt die in den Kindertagesstätten praktizierte Pädagogik der Tatsache Rechnung, dass sich Menschen unterschiedlicher Kulturkreise bereits seit geraumer Zeit dauerhaft in Deutschland niedergelassen haben. Sie bildet die Grundlage für ein demokratisches, partnerschaftliches Miteinander. Interkulturelle Pädagogik muss im Alltag der Kindertagesstätten gangbare Wege finden, um die Neugier und Offenheit der Kinder zu unterstützen, Misstrauen zu überwinden und erlebte Vorurteile hinterfragen zu lernen. 

 

Kinder brauchen Gelegenheiten, andere kennenzulernen, um in der unterschiedlichen Herkunft und Sprache eine Chance zu sehen und keine Bedrohung. Ein deutsches Kind erzählt: "Ich kann "Brot" sagen in fünf verschiedenen Sprachen!" Die Kinder erkennen im Alltag trotzdem schnell, dass es notwendig ist, eine gemeinsame Verständigungsbasis zu finden. Diese Rolle sollte natürlich die deutsche Sprache übernehmen. Die meisten Kinder lernen in einer offenen Atmosphäre erstaunlich schnell Deutsch. Die Zusammenarbeit mit den Eltern ist wichtig. Wenn man zu ihnen einen guten Kontakt hat, dann können auch heikle Themen wie Speiseplanung oder die Sexualerziehung angesprochen werden. Es ist absolut notwendig, für Elternabende und Elterngespräche eine Person zu suchen, welche für die Eltern übersetzt, die kein oder nur wenig Deutsch sprechen oder verstehen können. Dass es dabei auch Probleme geben kann, ist keine Frage. Konflikte gehören zum Zusammenleben von Menschen dazu. Wenden wir für jedes dieser Probleme das Prinzip der Akzeptanz und Wertschätzung an, unabhängig von Nationalität, Herkunft, Sprache oder Religion.

 

 Interessante Links zum Thema Inklusion in Krippe, Hort und Kita

Informationen zu (aktion-mensch)

Definition zur Un-Behindertenrechtskonventionen (wikipedia.org)

Weiterführende Informationen (inklusion-als-menschenrecht)

 

 

 

 

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