Körper und Bewegung in ­Krippe, Hort und Kita

Allgemeines zu Körper und Bewegung in Krippe, Hort und Kita

Grundthema einer jeden Krankenkasse ist der Bewegungsmangel in unserer deutschen Gesellschaft. Doch längst ist dieses Thema nicht nur ein Thema deutscher Kitas und Krippen, sondern eines für fast ganz Europa. Der sogenannte Wohlstand und die damit verbundene Zeit, die wir in Arbeit und Leistung verbringen, bestimmt unser Leben. Gehen wir in der Zeitgeschichte einmal vom Ende zum Anfang:

 

  • (65+) Wir erleben die heutigen Gebrechen der älteren Menschen als einen Zusammenschluss aus Gebrechen der Überfettung, der Herzinfarkte, der Diabetes und des Knochenschwundes.
  • (45+) Eine neue Generation Mensch, die in Ihrer Vergangenheit die Generation der Nachkriegszeit als Eltern hatte. Auch hier spitzt sich die Zunahme an Bandscheibenvorfällen, Diabetes 1 und 2 wie auch die Herzinfarkte zu. Als Zusatz darf hier bereits das sogenannte „Burnout“ genannt werden.
  • (25+) die Elterngeneration schlechthin. Hier haben wir die Menschen, die Ihren Kinder und unseren kleinsten als Vorbild dienen. Der Bewegungsmangel nimmt proportional zum vorhanden sein an Kindern ab. Die Arbeit und die Leistung haben Vorrang. Nackenverspannungen, Bandscheibenvorfälle und ein permanentes Gefühl des „ausgebrannt sein“ stehen im Vordergrund. Bewegung findet in dieser Generation der ehemaligen 70-80er nur noch in den Kindheitserinnerungen an besseren Zeiten statt.
  • (3-5+) eine Generation, die lernen darf was es heißt, eine Priorität in der Arbeit und in den PC-Welten der Digitalen Boheme zu finden? Eltern die sich zwischen Terminen „eine Semmel“ gönnen und den Kindern noch auf dem Nachhauseweg eine Brezel mit Butter kaufen und dieses als Abendessen abtun?

Betrachten wir die Probleme, die sich aus dem Generationsmodell ergeben, so finden wir eine Verkettung aus unterschiedlichen Bausteinen.

Da haben wir

      1. aus Sicht der Statik und der Biotechnik nicht nur ein Fehlen an Muskulatur, sondern viel schlimmer eine vollkommen unterentwickeltes Bewegungsverständnis für den eigenen           Körper.

      2. Aus Sicht der Ernährung ergeben sich eine ungezählte Verwirrung und Verkettung an unterschiedlichsten Ernährungssystemen und dem Mangel an Bereitschaft sich darüber               für die eigene Familie Gedanken zu machen.

  1. Aus Sicht der Psyche eine vollkommene Verweichlichung und zugleich Überforderung einer Leistungsgesellschaft, die durch die meisten Eltern an die Kinder übertragen und weitergegeben werden.

 

Ansatz zu Körper und Bewegung in Krippe, Hort und Kita

Betrachten wir die Menge der zuvor genannten Einheiten, so erkennt man deutlich, dass wir hier von einem Bildungsauftrag in Krippe, Hort und Kita sprechen, der seine Basis nur dann legen kann, wenn zeitgleich die Eltern aktiv darin eingebunden werden. Wie oft ist es erlebt, dass die Kinder für eine gesunde Ernährung brennen, die Eltern jedoch diesen Ansatz begrüßen und im gleichen Moment fallen lassen. Die Worte sind groß, wenn es um gesunde Ernährung in der Kita geht! Wie es jedoch nach der Kita zuhause weitergeht ist ein vollkommen anderer Ansatz.

Kinder sind kleine „Bewegunstiere“. Der grundlegende Drang sich zu bewegen gab uns die Natur bereits in unseren Instinkten mit in die Wiege. Richtig, ein jedes Kind auf seine Weise und zu seiner Zeit. Genau dieses und die damit einhergehenden Schäden für die Zukunft zu meiden, damit arbeitet diese Form des pädagogischen Ansatzes. Die Kinder vor allem in den Großstädten erleben keine regelmäßige Bewegung. Nimmt man den Alltag einer durchschnittlichen Familie, so erkennen wir in Windeseile ein Fehlen an natürlicher Bewegung! Doch was ist Natürlich? Womit arbeiten die Erzieherinnen und Erzieher in so einem Konzept?

 

Arbeitsweise im pädagogischen Schwerpunkt Körper und Bewegung in der Krippe, Hort und Kita

Grundlegendes Ziel der Pädagogen ist es dabei die fördernden Bewegungen zur richtigen Zeit zu setzten, zu beobachten und auszuwerten. Die Entwicklung vom Baby bis zum Laufen ist eine Verkettung von Abläufen, die einem natürlichen Rhythmus folgt. Liegen, drehen, rudern, Stütz, krabbeln im Ansatz, Sitzen, Krabbeln, hochziehen, aufrichten, stehen und schlussendlich laufen. Doch endet hier die Entwicklung?

 

Hier Beschriebenes ist vor allem in der Krippe außerordentlich wichtig und folgt nach pädagogischem Gesichtspunkt einem Natur gegebenen Rhythmus. Lernen geht im Kindergarten, Krippe und Hort weiter. Lernen auch im geistigen Sinn, geht vor allem mit Bewegung einher. Die Verknüpfung von Gelerntem kann sich vor allem durch das Erleben von Bewegung festigen. Hier hat die Natur einen nützlichen „Schachzug“ eingebaut. Durch diesen Drang auf der Suche nach Nahrung ergiebt sich automatisch eine erhöhte Aufnahme an Wissen. Waren die Kinder zu früheren Zeiten darauf angewiesen sich täglich viele Kilometer zu bewegen und den älteren zu folgen, so ergab dieses einen natürlichen Rhythmus in der Informationsverarbeitung. Gerade Kinder die vermeintlich eine angebliche „Störung“ besitzen, erleben meist nur einen Drang nach etwas, das durchaus in uns allen liegt. 6-7 Stunden Schule an einem Platz sind hier die reinste Qual. Lernen doch diese Ihre Aufgaben vollkommen in der Bewegung. Sie sehen, es ist ein Feld, das sich unzählig ausweiten lässt.

 

Als Abschluss soll hier gesagt sein:

Kinder lernen durch Beobachtung und Nachahmung!!

Dieser Hinweis zählt für Erziehrinnen in Krippen, Horten und Kitas genauso wie für die Eltern der aktuellen Generation. Überlegen Sie, ob Sie durch ein Vorbild Ihren Kindern die Freude an Bewegung und Spiel ermöglichen?!

 

Hilfreiche Links zum Thema Körper und Bewegung in Krippe, Hort und Kita

Bewegung als Definition (wikipedia.org)

Hilfe zur Bewegung in der Kita (zentrum-der-gesundheit.de)

Hilfreicher Link (kinder-in-bewegung.de)

 

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