Das Infans-Konzept

Entstehung des Infans-Konzepts

Das Infans-Konzept basiert auf den Ergebnissen eines Modellprojekts, welches durch das Infans-Institut im Jahre 2001 als Draft vorgestellt wurde. Ziel des Projektes ist es, die aus pädagogischer Sicht und aus der Perspektive der Wirtschaft international geforderten und anerkannten Standards in der Elementarpädagogik bei den Kindertagesstätten zu erreichen.

Das Infans-Konzept fand bei seiner Vorstellung große Anerkennung und hat sich in der Zwischenzeit mit großem Erfolg bei Krippen und Kindergärten als zielführend und praktikabel durchgesetzt.

Grundlage des Infans-Konzepts bilden die pädagogischen Ansätze der Elementarpädagogen wie Montessori oder Comenius.

 

Ziele

Das Ziel der Infans-Konzepts ist, die natürliche Neugier der Kinder aufzugreifen und mit definierten Erziehungszielen in der Kindertagesstätte in Einklang zu bringen. Hierzu bedarf es einer gezielten, auf jedes Kind individuell abgestimmten Interaktion wie auch anspruchsvoller Räumlichkeiten und Ausstattungen, um die Entwicklungsprozesse der Kinder bestmöglich zu unterstützen.

Die Kraft der Kinder nutzend wird beim Infans-Konzept nicht gegen diese gearbeitet, sondern deren Momentum genutzt. Dies gelingt nur dann nachhaltig, wenn sich das Kind für die Sache interessiert. Nicht Training oder Routine erbringen den gewünschten Erfolg, sondern die Pädagogik, die den Kindern die notwendigen Freiräume gibt und gezielt motiviert und unterstützt. Zusammenfassend gilt es also alle Talente und Ressourcen bereits in der frühen Bildungsphase zu aktivieren, um diese auf einem möglichst hohen Niveau entfalten zu können.

 

Inhalte und Module

Die Module des Infans-Konzepts sind nicht isoliert für sich zu betrachten, sondern sind als Parallelaktivitäten im Sinne eines ganzheitlichen Ansatzes zu verstehen. Ergänzt werden diese durch Querschnittsthemen wie die Zusammenarbeit mit der Familie oder die Förderung der Sprache. In Anlehnung an Kurt Weber lassen sich die 5 Module wie folgt charakterisieren:

  • Modul 1 umfasst die Erstellung eines Zielkatalogs durch das Kita-Team unter Berücksichtigung der gesellschaftspolitischen Ziele und Vorgaben sowie dem landesspezifischen Orientierungsplans.
  • Die systematische Beobachtung der Kinder mit dem Ziel, deren Interessen und Themen zu verstehen und mit den oben genannten Zielen in Einklang zu bringen, beschreibt Modul 2.
  • Im 3. Modul gilt es die praktische Umsetzung der pädagogischen Maßnahmen bestmöglich und auf dem gesellschaftlich gewünschten Niveau umzusetzen.
  • Die systematische Dokumentation des Bildungsprozesses beschreibt Modul 4.
  • Modul 5 umfasst die Anpassung und Ableitung erforderlicher Maßnahmen auf Grund veränderter Strukturen oder sonstiger Rahmenbedingungen.

 

 

Säulen des Infans-Konzepts

Das Infans-Konzept basiert auf den 3 Säulen Betreuung, Erziehung und Bildung.

  1. Die Betreuung dient in erster Linie der Befriedigung der Grundbedürfnisse wie Wärme, Schutz und Nahrung und wird durch die Zuwendung der Eltern erfüllt.
  2. Die Bildung, hier zu verstehen als "das Verstehen der Welt", beschreibt die 2 .Säule des Infans-Konzepts. Bildung ist hier zu verstehen als Selbstbildung und daher immer als Aktivität des Kindes zu verstehen, mit dem Ziel, die Welt sich anzueignen.
  3. Die Weitergabe des "State of the Art" gesellschaftlicher Entwicklungen an eine jüngere Generation beschreibt am besten, was unter dem Begriff der "Erziehung" zu verstehen ist. Daher spielt auch die Definition der Ziele unter Berücksichtigung gesellschaftlicher Anforderungen eine so bedeutende Rolle.

 

 

Interessante Links zum Infans-Konzept

Das Infans-Konzept (infans.net)

Das Infans-Konzept (schwaebischhall.de)

Das Infans-Konzept (kloten.ch)

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