Vereinigung der Waldorfkindergärten

Die Geschichte der Vereinigung der Waldorfkindergärten

Die Waldorfkindergärten und -schulen sind noch heute ein Inbegriff für kinderfreundliche Pädagogik und ausgeklügelte Lernkonzepte. Die Geschichte der Waldorfkindergärten geht dabei zurück auf das Jahr 1919, als in Stuttgart die erste Waldorfschule gegründet wurde und dessen Gründer Rudolf Steiner anlässlich der Eröffnung forderte, auch jüngeren Kindern eine "Kinderschule" anbieten zu müssen. Dass die Vereinigung der Waldorfkindergärten schließlich 1969 gegründet wurde war insbesondere der starken Verschulung der Kitas geschuldet. Diesem Trend entgegenzuwirken und den Kindern ihre Kindheit zurückzugeben war Initiator der Idee. Und so schlossen sich 1969 fast 70 Waldorfkindergärten aus der ganzen Welt zusammen mit der Idee sich untereinander bei der Umsetzung der Leitidee zu unterstützen. 

 

Aufgabe der Vereinigung der Waldorfkindergärten

Die heutige Umsetzung der Idee der Waldorfkindergärten ist kein Selbstläufer sondern Ergebnis unterschiedlichster und regelmäßiger Schulungen und Weiterbildungen des pädagogischen Personals. Aber auch die Einbindung neuster Erkenntnisse im Bereich der Anthropologie, Psychologie und Pädagogik in die Kitapädagogik sind stellvertretend für die Arbeit der Erzieher in Waldorfkindergärten.

  

Waldorfkindergärten in Deutschland und der Welt

Heute finden sich Waldorfkindergärten auf der ganzen Welt. Allein in Deutschland gibt es mittlerweile mehr als 560 Einrichtungen. Weltweit sind es bereits mehr als 2.000 Kitas in mehr als 60 Ländern. Träger der Waldorfkindergärten sind in Deutschland in der Regel gemeinnützige Vereine initiiert von Eltern (meist ebenfalls ehemalige Waldorf-Kinder).

 

Pädagogisches Konzept der Waldorfkindergärten 

Die Umsetzung des pädagogischen Konzepts ist in den Waldorfkitas wird stark durch die Erzieher bestimmt. Prägend für die Waldorfkonzeption sind immer wiederkehrende Elemente im Tages- und Wochenablauf. Auch die Einbindung der jeweiligen Jahreszeit in die Tagesgestaltung stehen stellvertretend für die Waldorfkindergärten. Das Konzept der Nachahmung beschreibt sicherlich am besten den pädagogischen Lehransatz. Es kommt die Idee zum Tragen, das Kinder ihr Verhalten nicht aus externen Erlebnissen ableiten sondern auch die Atmosphäre und Stimmung der Erwachsenen aufnehmen und für sich interpretieren. Damit wird das Verhalten der Erzieher in ihrer Vorbildfunktion zum Kern allen Handelns.

 

Der typische Tag in einem Waldorfkindergarten

Grundsätzlich beginnt der Tagesablauf in einem Waldorfkindergarten mit dem Freispiel um dem Kind die Möglichkeit zu geben eigenen Impulsen nachzugehen. Diesem schließt sich in der Regel der allmorgendliche Stuhlkreis an. Mit gemeinsamen Liedern und Tänzen erleben dann die Kinder die Jahreszeiten, die Natur und deren Besonderheiten kennen. Dem Reigen schließt sich nach dem gemeinsamen Tischgebet das Mittagessen an. Dieses wird gemeinsam vorbereitet und auch angerichtet. Nun gilt es raus in die Natur zu gehen und den individuellen Bedürfnissen freien Lauf zu lassen. Nach dem Aufräumen folgt der Abschlusskreis mit Gebet bevor es dann wieder nach Hause geht.

 

Interessante Links zu den Waldorfkindergärten

Offizielle Website der Waldorf-Kitas: Konzeption der Waldorfkindergärten

Wikipedia: Die Geschichte der Waldorfkindergärten

Wikipedia: Die Waldorfpädagogik

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